Technische Textilien

Nicht brennbar, flexibel und leicht – ein neuer Hochleistungswerkstoff auf Basis eines Basaltfaser-Polymer-Komposites

Von K. Trommer, Forschungsinstitut für Leder- und Kunststoffbahnen GmbH, Freiberg, und T. Mader, Fulcoline GmbH & Co. KG, Fulda Einleitung. Aktuell stehen keine flexiblen Verbundmaterialien zur Verfügung, die analog den Planenmaterialien von Rolle zu Rolle herstell- und verarbeitbar sind und die hohen Brandschutzanforderungen der Baustoffklasse A2 nach europäischer Norm EN 13501-1 erfüllen. Die Baustoffklasse A wird gemäß EN 13501-1 in A1 (ohne brennbare Bestandteile) und A2 (in geringem Umfang mit brennbaren Bestandteilen) unterteilt. Für die Einteilung der Materialien in die Baustoffklasse A2 ist ein Nachweis gemäß den in EN 13501-1 vorgegebenen Prüfnormen erforderlich. Dazu gehören die Ermittlung der Brutto-Verbrennungswärme nach DIN EN ISO 1716 oder die Prüfung nach DIN EN ISO 1182 in Kombination mit der «Thermischen Beanspruchung durch einen einzelnen brennenden Gegenstand (SBI)» nach EN 13823 sowie die Prüfung des Brandverhaltens nach EN ISO 9239 bei Bodenbelägen. Im Vergleich zur nationalen Klassifizierung nach DIN 4102-1 beinhaltet die europäische Baustoffklassifizierung nach DIN EN 13501-1 ein größeres Spektrum an Klassen, da auch Brandnebenerscheinungen wie Rauchentwicklung und brennendes Abtropfen berücksichtigt werden. Zielgrößen für die neuen Hochleistungskomposite sind die Einhaltung des Brandverhaltens nach DIN EN 13501-1 nach A2 – s1 d0. Das entspricht der DIN 4102-1 A2, wobei keine bzw. kaum Rauchentwicklung (s1) und kein brennendes Abtropfen (d0) auftreten.

Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen gGmbH (FILK) D-5 09599 Freiberg, www.filkfreiberg.de

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