Abluft

Abluft als Ressource zur Stromerzeugung

Interview mit Stefan Gores, Geschäftsbereichsleiter Krantz Clean Air Solutions

Das Unternehmen Krantz Clean Air Solutions hat die Entsorgung von Lösemitteln durch Verbrennung weiterentwickelt, um die so entstehende Wärme als Energie umzuwandeln. Das erste großtechnische Pilotprojekt wurde für die KSK Industrielackierungen GmbH & Co. KG, die mehrere Lackieranlagen betreibt, realisiert. Wie funktioniert das erste Referenzprojekt? Im Gegensatz zu den klassischen Verfahren der thermischen Abluftreinigung (TNV, KNV und RTO) wird bei unserem neuen technischen Lösungsansatz die lösemittelbeladene Abluft auf einem Druckniveau von ca. 3,5 bar in die Brennkammer einer Mikrogasturbine eingeleitet. Hier findet die Oxidation der Lösemittel statt und reduziert den Verbrauch der in der Brennkammer angeordneten Erdgasbrenner. Das heiße Brennkammer-Abgas wird anschließend über ein Turbinenlaufrad entspannt. Die hierbei rückgewonnene Bewegungsenergie wird einerseits für den Verdichter der Mikrogasturbine und andererseits für den Antrieb eines elektrischen Generators genutzt. Auf diese Weise kann der Energieinhalt der lösemittelbeladenen Abluft zur Stromerzeugung genutzt werden.

Krantz GmbH, D-52072 Aachen, www.krantz.de

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