Weich, flexibel und dehnbar – neue Funktionelle Filamente für den 3D-Druck auf Textil

Die additive Fertigung (der 3D-Druck) bietet in zahlreichen Industrien wachsende Potenziale und ist mit seinen vielen Vorteilen auch für den Textilbereich zunehmend interessant. Es können textile Flächengebilde gezielt partiell bedruckt und damit funktionalisiert werden. Das wohl geeignetste Verfahren für den 3D-Druck auf Textil, stellt das Fused Deposition Modeling (FDM)-Verfahren dar. Bei dieser Technologie wird das thermoplastische Material als Schmelze auf eine textile Oberfläche aufgebracht. Die thermoplastischen Polymere werden dabei in Form eines festen dünnen Stranges, dem Filament, eingesetzt. Dieses wird von einer Rolle direkt der Düse zugeführt, dort aufgeschmolzen und appliziert.

Neben vielen Vorteilen gibt es derzeit auch einen sehr großen Nachteil für die Anwendung im textilen Bereich. Die am Markt verfügbaren Filamente sind zum überwiegenden Teil zu hart/starr und verfügen somit nicht über die gewünschte Weichheit, Flexibilität bzw. Dehnbarkeit für eine textile Anwendung. Zum anderen enthalten nur wenige Filamente spezielle Additive, um dem Druck zusätzliche Funktionalitäten wie z.B. Flammschutz, Farbigkeit, optische Effekte, Abriebfestigkeit und antimikrobielle Wirksamkeit zu verleihen.

Am Sächsischen Textilforschungsinstitut e.V. wurden funktionalisierte thermoplastische Filamente für den 3D-Druck entwickelt, welche speziell für die Applikation auf Textilien geeignet sind.